1. Künstler-Statement
Ich interessiere mich für einige philosophische Aspekte von Trost. Für die Möglichkeit von Trost muss man davon ausgehen, dass die Seele des Anderen mehr ist, als nur eine wohlmeinende Extrapolation der eigenen. In meiner Kunst möchte ich mich diesem Glauben an eine 'Mystik der Seele' nähern. Dieser emphatischen Subjekt-Sichtweise möchte ich eine allgemeinere Objekt-Sichtweise gegenüberstellen. Dafür kombiniere ich meine Bilder mit 3D-Computergrafiken. Sie symbolisieren das Streben nach Rationalität und Aufklärung.
2. Martin Guan - Vita
Nach der Schule und dem Zivildienst in der Nähe von Tübingen zog ich nach Berlin und lernte dort meine Frau kennen. Ich studierte dort Mathematik mit Nebenfach Philosophie. Nach dem Diplom war ich viele Jahre lang als Designer und Entwickler tätig. Dank meiner Frau arbeite ich inzwischen als autodidaktischer Künstler in der Nähe von Frankfurt am Main.
3. Bilder
Die Montagen setze ich zusammen aus meinen Portrait-Gemälden, Figurenzeichnungen und 3D-Computergrafiken.
3.1 Figurenzeichnung
Meine Figurenzeichnungen stellen den menschlichen Körper in den verschiedensten Situationen dar. Zum Abschluß verwende ich schwarze Acrylfarbe (Grafit auf Aquarellpapier, 14.8cm x 21cm): Manchmal mache ich ein abstraktes Foto von Teilen der Zeichnung.
3.2 Portraitgemälde
Die Phantasie-Portraitgemälde entstehen aus dem Kopf. Ich versuche bestimmte Persönlichkeitszüge darzustellen (Acryl auf Papier, meist in der Größe 50cm x 70cm).
3.3 3D-Computer-Grafik
Meine Computergrafiken enthalten ein selbst erstelltes 3D-Objekt. Dieses soll das Resultat eines Gedanken-Prozesses symbolisieren. Wie in einem Fotostudio plaziere ich das virtuelle Objekt und richte die Beleuchtung aus. Danach wird die Szene von einem Programm berechnet und das Ergebnis ist ein zweidimensionales Foto.